Wie die Sonderfarben in Scribus hineinkommen - How to

Scribus fehlen aus Lizenzgründen einige wichtige Farbtabellen für Sonderfarben.

Um diese hinzuzufügen gibt es mehrere erprobte und bewährte Methoden.

Der Sadist sucht sich ein armes Opfer und zwingt es die Farben direkt in Scribus einzugeben.

Bei 86 HKS Farben mit fünf verschiedenen Tabellen für unterschiedliche Anwendungsbereiche, ein paar für Pantone mit, 1089, 1124, 2068, etc. Farben für verschiedene Medien kommt der Sadist dann schon auf seine Kosten, das Tippopfer eher nur wenn es eine starke masochistische Veranlagung hat. RAL CLASSIC mit seinen 213 Farben ist da eher zum Ausruhen und wer stark gestresst ist begnügt sich mit RAL F9, die ist hübsch übersichtlich ;-))

Es gibt aber erfreulicherweise ein wenig Hilfe mit der das schneller und bequemer geht.

SwatchBooker
http://www.selapa.net/swatchbooker/

Das Teil gibt es in zwei Version, Editor und Batchkonverter und konvertiert nicht nur für Scribus sondern auch Adobe, OpenOffice, GIMP/Inkscape.

Der Editor eignet sich um sich das Ganze mal anzusehen und eigene Paletten zu erstellen. Für das rasche Umwandeln vorhandener Tabellen kann man auch den Batchkonverter nehmen.

Pantone, RAL und viele andere kann man direkt über 'Aus dem Web hinzufügen' beziehen. Man kann mehrere Paletten, z. B. alle von Pantone gleichzeitig auswählen und hinzufügen, dann noch weitere hinzufügen und anschließend alle in einem Rutsch für Scribus konvertieren, danach noch Inkscape/GIMP und OpenOffice wegspeichern, wenn schon denn schon, überall die selben Paletten.

Aber nicht zu gierig werden, zumindest unter Windows 7 x64 steigt Python hin und wieder aus :-(

HKS ist lästiger, die gibt's nicht direkt aus dem Web.

Vorgehensweise hier, in Photoshop nacheinander die acht HKS Paletten in das aktive Farbfeld laden und dabei alle vorhandenen Überschreiben lassen, dann Farbfelder für 'Austausch speichern...', diese mittels SwatchBooker für Scribus abspeichern.

Hier gibt es allerdings ein kleines Problemchen, in den .ase und .aco von Adobe wird offensichtlich die Schmuckfarbeneigenschaft nicht mitgespeichert und man muss sie nachträglich wieder hinzufügen. Was mit einem intelligenten Texteditor wie Notepad++ http://notepad-plus-plus.org/ in einem Rutsch über alle betroffenen Dateien hinweg erledigt werden kann.

Eine kleine Änderung bei SwatchBooker muss allerdings vorgenommen werden. SwatchBooker lässt bei Farben die keine Sonderfarben sind 'Spot="1"' komplett weg, was kleinere Dateien ergibt, das ist aber leider, für diejenigen die sich nicht auskennen nicht so hübsch, weil sie nicht sofort erkennen wo sie tätig werden müssen, obwohl man einfach nur ' />' durch ' Spot="1" />' ersetzen müsste.

Hier https://answers.launchpad.net/swatchbooker/+question/166808 ist aber beschrieben wie man es passend machen kann.

Adding 'spot="0"' to scribus format is really easy:

Open file C:\Python25\Lib\site-packages\swatchbook\codecs\scribus.py

go to line 99-100:
if 'spot' in item.usage:
scsw_tmp += ' Spot="1"'

add after:
else:
scsw_tmp += ' Spot="0"'

Danach wird dann in jedem Fall ' Spot="0"' hinzugefügt und man sieht sofort wo von '0' auf '1' geändert werden muss.

Die fertigen Farbtabellen werden nach 'C:\Program Files (x86)\Scribus 1.4.0.rc6\libs\swatches' kopiert - fertig. Pfad gilt für Windows Vista/Windows 7 x64, für andere Systeme anpassen.

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Hinweis: Im Editor werden CMYK-Werte aus den ASE/ACO-Dateien teilweise statt z.B. statt '5.0' mit '5.01' angezeigt, dies ist jedoch belanglos, beim Export wird das wieder auf den glatten Wert berichtigt, jedenfalls ist der Hexwert in der Scribus-Datei identisch.

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Hier noch mal ein Beispiel wie so eine Farbtabelle aussehen kann.

Allerdings musste ich, damit sie hier angezeigt wird vor dem Einstellen im Forum '<' am Beginn der Zeile durch '"' ersetzen. Es handelt sich hier um die drei Farben 'RAL 6031 Bronzegrün', 'RAL 8027 Lederbraun', und 'RAL 9021 Teerschwarz'.

"?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
"SCRIBUSCOLORS Name="RAL F9 Tarnfarben Bw">
"COLOR CMYK="#000000ff" NAME="Black" Spot="0" />
"COLOR CMYK="#995e9682" NAME="Bronzegrün" Spot="1" />
"COLOR CMYK="#7f789e94" NAME="Lederbraun" Spot="1" />
"COLOR CMYK="#d4b07fe5" NAME="Teerschwarz" Spot="1" />
"COLOR CMYK="#ffffffff" NAME="Registration" Register="1" />
"COLOR CMYK="#00000000" NAME="White" Spot="0" />
"/SCRIBUSCOLORS>

und

"?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
"SCRIBUSCOLORS Name="RAL-F9 Tarnfarben Bw">
"COLOR CMYK="#000000ff" NAME="Black" Spot="0" />
"COLOR RGB="#485746" NAME="Bronzegrün" Spot="1" />
"COLOR RGB="#504938" NAME="Lederbraun" Spot="1" />
"COLOR RGB="#01050e" NAME="Teerschwarz" Spot="1" />
"COLOR CMYK="#ffffffff" NAME="Registration" Register="1" />
"COLOR CMYK="#00000000" NAME="White" Spot="0" />
"/SCRIBUSCOLORS>

Da Scribus bei gleichem Namen nur eine Farbe anzeigt und nicht auch noch zwischen CMYK und RGB unterscheidet zweimal, in einer Farbtabelle geht bei identischem Farbnamen nicht, da müsste man jeweils einen Farbnamen ändern, aber dann wären es halt nicht mehr die Farbnamen nach RAL F9, selbst wenn man nur ein Leerzeichen anhängt.

Wer sie zufällig brauchen kann, kopieren, als 'RAL F9 Tarnfarben Bw.xml' abspeichern und '"' wieder durch '<' ersetzen.

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Wer keinen Zugang zu einem aktuellen Photoshop hat und auch keinen überreden kann, die Prozedur durchzuführen muss halt eine Testversion von Photoshop herunterladen, in eine eigene VIRTUELLE MASCHINE installieren und dann wie oben vorgehen. Betonung liegt auf VIRTUELLE MASCHINE, damit man die nach dem Ablauf des Testzeitraums einfach entsorgen, bzw. die VM zurücksetzen kann und nicht irgendwelche Installationsreste in der Registry und diversen Verzeichnissen zurückbleiben. Die Herrschaften sind ja alle zu blöd ihren Müll bei einer Deinstallation RÜCKSTANDSFREI, bis in den letzten Winkel zu entsorgen und dabei evtl. Einstellungen die man behalten möchte in ein Archiv zu packen, statt die Registry unnütz dauerhaft zu vermüllen. Da wird gerne mal was "vergessen", ich kann jedem nur empfehlen ausserhalb so einer virtuellen Test-Müll-Maschine nur mittels spezieller Tools, die jede Datei mitloggen und hinterher auch wieder entsorgen können zu installieren. Durchaus interessant was einem da oft so mit installiert wird und hinterher zurückbleibt, z.B. Lizensierungsdienste von Drittanbietern die der Laie zunächst gar nicht erst mit dem installierten Produkt in Verbindung bringt und auch getrennt davon installiert werden. Solcher Müll wird gerne vorsätzlich zurückgelassen um bereits früher erfolgte Installationen erkennen zu können, da wollen wir doch mal festhalten - meine Platte und der Platz darauf gehört mir und wenn ich ein Programm wieder entsorgt habe steht es keinem A... zu auch nur ein Byte gegen mein Wissen und meinen Willen auf meinem Rechner zu lassen und unnütz Platz zu belegen, eine Frage des Prinzips.